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ESF Exploratory Workshop ‘Postmigrant Youth Scenes in Urban Europe’ 1.-4. Juli 2010, Goethe Universität Frankfurt

Zusammenfassung

Der Workshop brachte Experten unterschiedlicher Disziplinen und thematischer Hintergründe zusammen, um das Aufkommen neuer Formen der Sozialität unter jungen Migranten in europäischen Städten zu erforschen. Während „Mainstream“-Jugendszenen im Kontext von Clubbing und anderen Freizeitaktivitäten intensiv wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren haben, blieb das Phänomen (post)migrantischer Jugendszenen weitgehend unbeachtet. Daher war es das Ziel des Workshops, Perspektiven für ein interdisziplinäres Forschungsprogramm zu Freizeitaktivitäten und verwandten Formen von Sozialität unter (post)migrantischen Jugendlichen zu entwickeln, um somit die akademische und politische Sicht auf die Minderheitenintegration zu erweitern. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten zur Forschungszusammen-arbeit ergründet.

 

Ziel des Workshops

Die Integration junger Migranten ist eines der herausforderndsten Themen, welchen die EU-Mitgliedstaaten gegenwärtig gegenüberstehen. Die vorhandende Forschung betrachtet ihre Integration hauptsächlich als Problem der kulturellen Identität und der sozialen Exklusion, ohne den sozialen Praktiken junger Migranten Aufmerksamkeit zu schenken. Die Folge ist eine auffällige Lücke in der Forschung über ethnische Minderheitenjugend, wenn es darum geht, zu erforschen, wie junge Menschen tatsächlich sozialisieren und - im Gegensatz dazu – wie sie sich identifizieren. Was in der Lücke zwischen quantitativen Indikatoren des Sozialen auf der einen Seite und kulturellen Orientierungen auf der anderen Seite verloren geht, ist die Frage nach dem Sozialen als gelebte Aktivität außerhalb von Institutionen wie Familie, Arbeitsplatz und Schule. Durch das Hinwenden der Aufmerksamkeit zu sozialen Praktiken junger Migranten in Europa, ging der Workshop diese Frage in einem interdisziplinären Kontext an. Sein Ziel war die Entwicklung einer disziplinen-übergreifenden Forschungsagenda zur Erforschung (post)migrantischer Sozialitäten mit Hilfe der Untersuchung von Formen der Sozialität durch das Zusammenbringen von Experten verschiedener Disziplinen, die sich mit einzelnen Aspekten des Phänomens migrantischer Jugend-Freizeitaktivitäten in Europa beschäftigt haben. Der Workshop förderte den gegenseitigen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen den Wissenschaftlern und zielte auf die Verknüpfung von Forschungskonzepten und -agenden zur Erforschung migrantischer Jugend.

 

Vorgehensweise

Der Workshop fand mit Experten aus den Bereichen Integration der Zweiten Generation, urbane Deprivation, Jugendszeneforschung, Musik und Identität sowie mit Forschern, die zum Thema Sexualität in Clubszenen geforscht haben, am 2. und 3. Juli 2010 an der Goethe Universität Frankfurt statt.

Panelthemen konzentrierten sich auf folgende vier Bereiche, die besondere Relevanz im Bezug auf das Studium (post)migrantischer Freizeitpraktiken haben: Jugendszeneforschung, Stadtforschung zur Zweiten Generation sowie Forschung zu Sexualität, Musik und Tanz.

 

Der Scientific Report kann hier herunter geladen werden.

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