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Doktorandin für Berlin: Meltem Acartürk, M.A.

Meltem Acartürk schloss ihr Magisterstudium in Soziologie, Psychologie und Volkskunde an der Bertold Brecht Universität in Augsburg ab, wobei sie einen starken Fokus auf Medien- und visuelle Soziologie legte. Seit 2009 ist sie Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt. In ihrer Dissertation betrachtet sie das soziale Netzwerk Facebook sowoh als Mittel zur Organisation von Freizeitaktivitäten im urbanen Raum, als auch den Einfluss den Facebook auf interpersonelle Beziehungen hat.

 

DISSERTATIONSVORHABEN

ARBEITSTITEL: "Medienpraktiken deutsch-türkischer Jugendlicher – neue Medien und ihre Rolle in Bezug auf soziale Bezüge zwischen „Online“ und „Offline“ Leben"

Das Forschungsvorhaben konzentriert sich auf Medienpraktiken deutsch-türkischer Jugendlicher und junger Erwachsener der zweiten und dritten Generation in Berlin. Dabei beziehen sich die ins Augenmerk genommenen Medienpraktiken ausschließlich auf die Nutzung neuer Medien wie Internet und Mobiltelefone, explizit als interpersonelle Kommunikationsmedien. Neue Medien bringen neue Kommunikationsformen und –regeln mit sich und verändern Ausdrucksweisen und soziales Verhalten. Durch die Beobachtung von Kommunikations- und Medienpraktiken der Jugendlichen in ihrem Alltag und ihrer Freizeit, werden latente sowie manifeste Bedeutungsebenen und Dimensionen der Mediennutzung bezüglich Generierung, Erhaltung und Organisation sozialer Kontakte  untersucht.

Dabei wird den Fragen nachgegangen, wie und in welchem Ausmaß deutsch-türkische Jugendliche Medien einsetzen, um ihre sozialen Netzwerke und Beziehungen zu erweitern, zu pflegen und ihr soziales Leben medial gestützt zu organisieren. Ausgehend davon, dass ‚online‘ und ‚offline‘-Leben nicht getrennt voneinander betrachtet werden können, wie dies in vielen Forschungsarbeiten zu dieser Thematik getan wird, wird im Gegensatz erforscht, wie sich die zwischen ‚Online‘ und ‚Offline‘ oszillierenden interpersonellen Beziehungen und Ebenen gestalten. Ausgangsthese des Forschungsvorhabens ist, dass gerade durch die Medialisierung der alltäglichen kommunikativen Infrastrukturen Jugendlicher nahe soziale face-to-face Bindungen ermöglicht werden. Die Grunddatensätze werden durch teilnehmende Beobachtung sowie in einem fortgeschrittenen Stadium mit Hilfe von Interviews erhoben.

Die Grundlage für die Hypethese ist, dass das Internet als Ort betrachtet werden kann, an dem soziale Beziehungen und Bindungen geknüpft und verstärkt werden können. Digitale und Online-Technologien und damit verbundene Praktiken (der Gebrauch von Mobiltelefonen mit eingeschlossen) können somit die face-to-face Beziehungen im sozialen Leben vielmehr erweitern und bereichern als sie gänzlich zu verdrängen und zu ersetzen.

 

Vorträge

2013

German Turkish Club Scenes in Berlin
Meltem Acartürk
Abschlusskonferenz "New Post-Migrant Socialities. Rethinking Urban Leisure Publics in the Context of Diversity and Dominance", Goethe-Universität Frankfurt, Frankfurt am Main, 24. - 26.01.2013
Präsentation als PDF-Download

 

2011

“Dance like nobody is tagging you” - the influence of online social networks on social interactions in urban public space
Meltem Acartürk
IAMCR 2011 conference: cities, creativity, connectivity, Istanbul, 13.-17.07.2011
http://iamcr2011istanbul.com/

 

2010

Ethnic club cultures in Berlin
Meltem Acartürk
ESF Explanatory Workshop "Postmigrant Youth Scenes in Urban Europe", Goethe University Frankfurt, Frankfurt am Main, 01-04.07.2010
http://www.migrantsocialities.eu/fileadmin/redaktion/PDF/09164_ScientificReport.pdf

New media practices of (post-migrant) German-Turkish youth – the interpersonal space between “online” and “offline” life
Meltem Acartürk
Media Ethnography: Theory and Practice, Pappersbruket, Osby, 09.-11.06.2010
http://fmkj.dk/?p=1832